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Droste-Tage 2016

11. bis 14. August 2016
Burg Hülshoff, Havixbeck
Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung

Burg Hülshoff, Flyer Droste-Tage 2016, © Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung / Marcel von der Heide

Programm

»Die ›Droste-Tage‹ haben sich als ein Instrumentarium bewährt, die Autorin Annette von Droste-Hülshoff und ihr literarisches Werk unter dem Fokus ganz unterschiedlicher künstlerischer Zugänge immer wieder neu zu perspektivieren. Die Programmangebote werden bewusst so gewählt und gestaltet, dass sie dem Publikum jeweils andere und überraschende Blickwinkel auf die berühmte Literatin und übergreifende Themen eröffnen.«

Dr. Jochen Grywatsch

»Mutter, lügen die Förster?« von Judith Kuckart nach Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff

Recht und Unrecht liegen nicht weit auseinander im Westfalen der Annette von Droste-Hülshoff. Das lernt Friedrich Mergel, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, schon als kleiner Junge. Sein Vater, ein Alkoholiker, stirbt früh und seine Mutter gibt ihn in die Obhut ihres Bruders, der in die großen Holzdiebstähle verstrickt zu sein scheint, die das Dorf beunruhigen. Nicht zufällig fällt der Verdacht auf Friedrich, als ein jüdischer Händler ermordet wird. Doch was wahrscheinlich ist, ist nicht unbedingt wahr.

Die Schriftstellerin und Regisseurin Judith Kuckart inszeniert die berühmte Novelle »Die Judenbuche« der Annette von Droste-Hülshoff in einer eigenen Adaption in den Gebäuden und auf dem Gelände der Burg Hülshoff, wo Annette von Droste-Hülshoff geboren wurde und aufwuchs.

»Durchwachte Nacht« Open-Air-Konzert

Im Zentrum des Konzerts steht Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht Durchwachte Nacht. Der Drensteinfurter Komponist Matthias Bonitz hat den Text der Autorin vertont und wird seine Komposition der Durchwachten Nacht im Rahmen des Konzertes zur Uraufführung bringen. Dem Droste-Gedicht beiseite gestellt hat Bonitz dabei Emmy Hennings (1885–1948) Gedicht »Ich bin so vielfach in den Nächten«. Die Uraufführung bildet den Höhepunkt des Open-Air-Konzertes vor der malerischen Kulisse der Wasserburg Hülshoff. Thematisch hinführen wird Bonitz seine Zuschauer mit einem eigens zusammengestellten und von ihm moderierten Konzertprogramm, das mit Kompositionen von Rodrigo, Mendelssohn, Tschaikowsky und anderen unterschiedliche Facetten der Nacht aufblättert.

Dokumentation

Herausgeber:
Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung
Burg Hülshoff
Schonebeck 6
48329 Havixbeck
Konzept:
Dr. Jochen Grywatsch
(LWL-Literaturkommission für Westfalen)
Fotografie:
Ralf Emmerich
Gestaltung und Redaktion:
Sonja-Anna Lesniak (nach Entwürfen von Eva Poensgen)