Westfalen und Bodensee


Nach ihrem zweiten Besuch am Bodensee verließ Droste im Herbst 1844 die Meersburg, um nach Westfalen zurückzukehren. Obwohl gesundheitlich bereits stark angeschlagen, hat sie dort literarisch noch einiges schaffen können. Insbeondere waren es erneut Anfragen Levin Schückings nach Gedichten, die er für eigene Publikationsprojekte verwerten wollte. Droste produzierte in solchen Phasen erneut in kurzer Zeit zahlreiche Texte, um sie dann Schücking zu überlassen. Fordernd    war die Pflege der Amme, die inzwischen im Rüschhhaus wohnte und 1845 dort starb. Ansonsten lebte Droste sehr zurückgezogen in der Rüschhauser Abgeschiedenheit, nur unterbrochen von einem Besuch in Abbenburg im Sommer 1845, wo noch einmal, wieder auf Bitten Schückings, eine größere Anzahl von Gedichten entstand. Anfang 1846 flackerte der Kontakt zu dem alten Freund Schlüter wieder auf, doch die Begegnung blieb gezwungen. Es gelang Droste aufgrund beständiger Krankheiten immer seltener, ihren Pegasus zu satteln. Ihre literarische Stimme begann zu versiegen. Eine letzte Reise an den Bodensee trat sie im Herbst 1846 an.