Krankheit und Tod


Während ihres letzten Meersburg-Aufenthalts verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Autorin zusehends. Nur sehr selten konnte sie ihre Zimmer im Meersburger Turm noch verlassen, musste die meiste Zeit auf dem Krankenlager. Schreiben, ob Briefe oder Gedichte, war nur noch selten möglich und so verwundert es nicht, dass aus dieser Zeit nur noch sehr wenige Texte überliefert sind. Eiune Ausnahme ist ein Brief an die Mutter, in dem sie 1848 von den revolutionären Wirren und dem Schweizer Sonderbundkrieg berichtet. Sie starb am Nachmittag des 24. Mai 1848 auf der Meersburg.

Der heutige Ruhm Annette von Droste-Hülshoffs gründet sich insbesondere auf die Erhählung von der Judenbuche sowie auf ihre Naturlyrik, insbesondere die Haidebilder Texte, mit denen sie weit über ihre Zeit hinausweist.

Ihr dichterisches Selbstverständnis hat die Autorin einmal so formuliert:

Ich mag und will jetzt nicht berühmt werden, aber nach hundert Jahren möcht ich gelesen werden.

Das hat sie zweifellos erreicht.