Droste-Jahrbuch 12

Hrsg. von Cornelia Blasberg, Jochen Grywatsch
und Winfried Woesler. Hannover: Wehrhahn 2019.

Beschreibung

Mit Beiträgen von: Thomas Althaus, Cornelia Blasberg, Walter Erhart, Gerd Eversberg, Jürgen Gunia, Jochen Grywatsch, Vanessa Höving, Thomas Kleinknecht, Kerstin Mertenskötter, Rita Morrien, Barbara Potthast

Das »Droste-Jahrbuch 12« versammelt aktuelle wissenschaftliche Beiträge zum literarischen Werk der Annette von Drost-Hülshoff und seiner Rezeption. Übergreifende Aufsätze beleuchten die Bedeutung von Bildlichkeit und das Dispositiv ikonischer Wahrnehmung im Werk, arbeiten mit dem Konzept der ›Stimmung‹ und erhellen den Zusammenhang von Wahrnehmung, Imagination und Medientechnik. Eine vergleichende Studie fasst Drostes und Adelbert von Chamissos Repräsentationen von Nähe und Ferne zusammen; eine weitere konturiert Aspekte der Rezeption Drostes durch Theodor Storm. In Einzelinterpretationen werden die an Amalie Hassenpflug gerichtete Apostrophe Der Traum und das Gedicht Das alte Schloß als adelspolitische Standortbestimmung behandelt. Eine Analyse der Abteilung Gedichte vermischten Inhalts der 1844er Ausgabe gibt Aufschlüsse zur Kompositionsästhetik der Autorin. In der Rubrik »Literarische Rezeption« wird über aktuelle lyrische Auseinandersetzungen mit Drostes Werk berichtet und die Vielzahl aktueller Droste-Romane in den Blick genommen. Drei Beiträge diskutieren aktuelle Bühnenproduktionen zu Annette von Droste-Hülshoff. Abgerundet wird der Band durch eine Miszelle zu einem bisher unbekannten Schriftzeugnis der Autorin.

Inhalt

Beiträge
Althaus, Thomas: Flüchtige und bleiche Bilder. Von den Spuren ikonischer Wahrnehmung bei Droste und von der Zeichensuche der Moderne, S. 9-45.

Erhart, Walter: Über Nähe und Ferne – Annette von Droste-Hülshoff und Adelbert Chamisso, S. 47-71.

Blasberg, Cornelia und Jochen Grywatsch: Netzwerk und Knotenkunst. Zur Kompositionsästhetik von Annette von Droste-Hülshoffs Gedichten vermischten Inhalts, S. 73-94.

Potthast, Barbara: Rätselbild des Ichs. Über Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht Der Traum. An Amalie H., S. 95-110.

Stobbe, Urte: Das alte Schloß als adelspolitische Standortbestimmung Annette von Droste-Hülshoffs, S. 111-141.

Höving, Vanessa: Biedermeier, medial: Imagination, Ästhetik und Medientechnik bei Droste, S. 143-155.

Eversberg, Gerd: »von allen dichtenden Frauen die respektabelste poetische Kraft« – Theodor Storm liest Annette von Droste-Hülshoffs Gedichte, S. 157-173.

Literarische Rezeption
Grywatsch, Jochen: Poesie im Dialog. Lyrikerinnen und Lyriker der Gegenwart begegnen Annette von Droste-Hülshoff, S. 177-201.

Blasberg, Cornelia: Literarisierung und Popularisierung. Annette von Droste-Hülshoff in zeitgenössischen Romanen, S. 203-219.

Bühnenproduktionen
Kleinknecht, Thomas: ›Klangakte‹ im Werk der Droste. Eine Nachbereitung des Konzerts »Droste 700 Quadrat«, S. 223-237.

Morrien, Rita: »Mutter, lügen die Förster?« – Judith Kuckarts dramatische Adaption der Judenbuche als Versuch über den Umgang mit Alteritäten, S. 239-253.

Mertenskötter, Kerstin: »NICHTHIER« – Die Lyrik Annette von Drostes im Kontext postdramatischer Inszenierungsästhetik, S. 255-273

Miszelle
Grywatsch, Jochen: Ausbruchsvision. Mit Schiller zur Freiheit. Über ein Graffito Annette von Droste-Hülshoffs in ihrem Elternhaus Burg Hülshoff, S. 277-283.

Anhang
Siglen, S. 285f.
Mitarbeiterverzeichnis, S. 287