Die Annette von Droste-Gesellschaft e.V., Münster

Die Droste-Gesellschaft ist eine in Münster ansässige literarische Gesellschaft, die sich in vielfältiger Weise um das Andenken der Annette von Droste-Hülshoff bemüht. Sie hat ihre Geschäftsräume in einem der beiden Vordergebäude von Haus Rüschhaus. Ihr Tätigkeitsfeld beschreibt die Gesellschaft folgendermaßen: „Die Schwerpunkte hat sich die Gesellschaft darin gesetzt, die Person und die Werke der Annette von Droste-Hülshoff, die Literatur und Literaturgeschichte Westfalens sowie die zeitgenössische internationale Literatur mit einem besonderen Gewicht auf Lyrik hervorzuheben und darzustellen.” So führt die Gesellschaft regelmäßig ein Veranstaltungsprogramm durch, das Lesungen, Vorträge, Performances, Exkursionen, Musikalisches und Mediales anbietet. Von 1979 bis 1995 initiierte und veranstaltete sie das zweijährig stattfindende Lyrikertreffen Münster und fokussiert auch heute mit der Programmreihe "Poesie im Dialog" auf Gegenwartslyrik. Gemeinsam mit der LWL-Literaturkommission veranstaltet sie in vierjährigem Turnus germanistische Fachtagungen zu Annette von Droste-Hülshoff und ist an der Publikation des "Droste-Jahrbuchs" beteiligt. Näheres über die Droste-Gesellschaft und zum aktuellen Programm erfährt man hier:

Zur Droste-Gesellschaft

Nicht mehr existierende Gesellschaften

Die Bökerhof-Gesellschaft e.V., Brakel-Bökendorf

Die Bökerhof-Gesellschaft war auf dem ehemaligen Wohnsitz der Familie von Haxthausen in Brakel-Bökendorf, dem Bökerhof, beheimatet. Sie bemühte sich nicht nur um den Erhalt dieses Anwesens und dessen Ausstattung als kleines Museum, sondern auch um das Andenken Annette von Droste-Hülshoffs, die den großelterlichen Familiensitz häufig besuchte, sowie des sogenannten Bökendorfer Märchenkreises um die Brüder Werner (1780-1842) und August von Haxthausen (1792-1866). Diesem Kreis, der in den 1820er Jahren aktiv war, gehörte neben den Schwestern Anna, Ludowine und Ferdinandine von Haxthausen als prominentes Mitglied auch Wilhelm Grimm an, der mit seinem Bruder Jacob am zweiten Bande seiner berühmten Sammlung von Volksmärchen arbeitete und dafür in Bökendorf fündig wurde. Weitere Besucher in dieser Zeit waren die Dichter Heinrich Straube, August von Arnswaldt, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und später Luise Hensel. Auch Jenny von Droste-Hülshoff und ihre Schwester Annette gehörten zu diesem Zirkel. Häufig zu Gast war außerdem ein weiterer Grimm-Bruder, der Maler Ludwig Emil Grimm, der seine Eindrücke in zahlreichen Zeichnungen, Aquarellen und Karikaturen in Bild und Schrift festhielt. In vielfältigen Wechselbeziehungen entsponn sich in Bökendorf über einige Jahre ein Geflecht persönlich-literarischer Beziehungen, das in zahlreiche Aktivitäten mündete.

Die Bökerhof-Gesellschaft führte ein breit angelegtes Veranstaltungsprogramm durch, das Ausstellungen, Lesungen, Tagungen, Konzerte und Musikabende umfasste.

Die Bökerhof-Gesellschaft hat sich im Sommer 2012 aufgelöst; ihre Homepage ist vom Netz genommmen (und nur noch als Web-Archiv einsehbar). Ebenso ist das Museum aufgelöst und das Haus nicht mehr öffenltich zugänglich.

Zum Web-Archiv

Die Schücking-Gesellschaft, Sögel

In Sögel im Emsland, dem Geburtsort des Droste-Freund und -Förderers Levin Schücking (1814-1883), wurde 1997 die Schücking-Gesellschaft gegründet. Sie bemühte sich um das schriftstellerische und dichterische Werk von Levin Schücking (1814-1883) und das seiner Familie, um es den Menschen der Gegenwart wieder neu zuzuführen. Weiteres Bestreben war, jungen, noch wenig bekannten Autoren ein Forum zur Präsentation ihres Werks z.B. in einer Lesung vor einem interessierten Publikum zu geben. Bis 2003 veranstaltete die Gesellschaft ein umfangreiches Programm mit Lesungen, Vorträgen und musikalischen Darbietungen. Neben diesen Tätigkeiten unterhielt die Schücking-Gesellschaft gemeinsam mit der Gemeinde Sögel ein Schücking-Museum, das in der Schlaunallee 3 untergebracht war. Das kleine Museum bewahrte und erforschte Teile des Nachlasses Levin Schückings und präsentierte eine Dauerausstellung, die sich neben Levin Schücking auch Louise von Gall, Alfred Schücking, Modestus Schücking, Catharina Busch und Annette von Droste-Hülshoff widmete.

Leider ist das Museum 2003 geschlossen worden. Auch die Schücking-Gesellschaft hat sich im Zuge der Schließung aufgelöst.