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Droste-Jahrbuch 8 (2009/10)

Hrsg. von Jochen Grywatsch und Winfried Woesler. – Hannover: Wehrhahn 2011. 304 S.

Beschreibung

Mit Beiträgen von: Cornelia Blasberg, Rainer Godel, Jochen Grywatsch, Cornelia Ilbrig, Ernst Ribbat, Heinz Rölleke, Gert Sautermeister, Sylvia Schmitz-Burgard, Uta Treder, Thomas Wortmann und Winfried Woesler

Rezensionen von: Pei-yu Chang, Cornelia Ilbrig, Jens Kloster und Nils Rottschäfer

Das »Droste-Jahrbuch 8« versammelt aktuelle wissenschaftliche Beiträge zu Annette von Droste-Hülshoff, ihrem literarischen Werk und seiner Rezeption. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit der Judenbuche. Während Uta Treder die spezifische Verwendung von Jahresangaben und ihr brisantes Potential fokussiert, perspektiviert Sylvia Schmitz-Burgard den Text auf rechtshistorischer Basis als ein ›Unsittengemälde‹ von Gewalt und Gesetzes-wirkungslosigkeit. Dem Vorspruch der Judenbuche widmen sich die Beiträge von Winfried Woesler und Heinz Rölleke. Gattungsübergreifend untersucht Cornelia Blasberg Rahmungen als Strukturform bei Droste, und Ernst Ribbat blickt auf Die Schlacht im Loener Bruch. 1623 als ein Schreckensbild westfälischer Geschichte. Cornelia Ilbrig fokussiert das Romanfragment Ledwina mit einem Seitenblick auf das Gedicht Im Grase, und Thomas Wortmann liest die Westphälischen Schilderungen als »durchkreuzten Hermannmythos«. Eine vergleichende Analyse der Lyrik Drostes und Eduard Mörikes leistet der Beitrag von Gert Sautermeister, und Rainer Godel untersucht »Elemente der Weltanschauungsliteratur« in Hans Francks Romanbiographie »Annette« von 1937. Jochen Grywatsch schließlich stellt neue Aufschlüsse zur Lektürepraxis der Autorin dar und dokumentiert Nachweise bisher nicht identifizierter Lektürenotizen im Nachlass der Droste. Abgerundet wird der Band durch Rezensionen und Vorstellungen neuer Bücher zu der Autorin.

Inhalt

Cornelia Blasberg: Rahmungen. Zur Semantik einer Strukturform in AvDHs Dichtung (S. 7)

Ernst Ribbat: Schreckensbilder westfälischer Geschichte. Die Schlacht im Loener Bruch. 1623. als ein Schlüsseltext (S. 31)

Uta Treder: Was eine Jahreszahl anrichten kann. Wann starb Niemand/Mergel: 1788 oder 1789? (S. 49)

Sylvia Schmitz-Burgard: Überhörtes Leid - ungeahndete Verbrechen. AvDHs Die Judenbuche (S. 63)

Winfried Woesler: Der Vorspruch der Judenbuche (S. 105)

Heinz Rölleke: Laß ruhn den Stein. Zu einer Intention des Vorspruchs zur Judenbuche (S. 115)

Thomas Wortmann: Durchkreuzter Hermannmythos und Paderborns wilde[] Poesie. Drostes Westphälische Schilderungen (S. 121)

Cornelia Ilbrig: Jede Leiche sich streckt und regt - Bewahren in der Zeit und Wiederbelebung in der Poesie. AvDHs frühes Romanfragment Ledwina und das späte Gedicht Im Grase (S. 141)

Gert Sautermeister: AvDH und Eduard Mörike - zwei ›lyrische‹ Verwandte und Pioniere (S. 159)

Jochen Grywatsch: AvDH als Leserin. Neue Aufschlüsse zur Lektürepraxis der Autorin  - mit Nachweisen bisher nicht identifizierter Lektürenotizen (S. 199)

Rainer Godel: »Der Heimat getreu, ihrem Werk leidenschaftlich ergeben.« Elemente der Weltanschhauungsliteratur in Hans Francks Romanbiographie »Annette« (1937) (S. 249)

 

Anhang

Rezensionen

Claudia Liebrand: Kreative Refakturen. AvDHs Texte. Freiburg/Br., Berlin, Wien 2008 (Jens Kloster) (S. 273)

Esther Kilchmann: Verwerfungen in der Einheit. Geschichten von Nation und Familie um 1840. Heinrich Heine, AvDH, Jeremias Gotthelf, Georg Gottfried Gervinus, Friedrich Schlegel. München 2009 (Cornelia Ilbrig) (S. 278)

Angela Steidele: Geschichte der Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens. Berlin 2010 (Nils Rottschäfer) (S. 288)

Xiuli Jin: »Meine Lieder werden ewig leben, wenn ich längst entschwand«: AvDH (1797-1848). Ausgewählte Balladen und »Die Judenbuche« im Original und in chinesischer Übersetzung, mit Anmerkungen. Frankfurt/M. u.a. 2008 (Pei-yu Chang) (S. 294)

Verzeichnis der Siglen (S. 299)

Mitarbeiterverzeichnis (S. 301)