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Skizze des Arbeitszimmers der Autorin Annette von Droste-Hülshoff im Haus Rüschhaus, © LWL-DLBW

Drama

Die Gattung des Dramatischen war für Annette von Droste eher ein nebengeordnetes Betätigungsfeld, auf dem sie sich nur sporadisch und zeitweise versucht hat. Ihr bedeutendstes Werk in diesem Genre ist das 1840 entstandene Lustspiel Perdu! oder Dichter, Verleger und Blaustrümpfe, eine Satire auf den Literaturbetrieb ihrer Zeit, die erstmals aus dem Nachlass veröffentlicht wurde. Alle anderen überlieferten und zu Lebzeiten unveröffentlicht gebliebenen Arbeiten datieren aus Drostes Jugendzeit. Als umfangreichstes Werk ist das unter dem Einfluss der deutschen Klassik geschriebene Trauerspiel Bertha oder die Alpen (1813/14) zu nennen, das, weit fortgeschritten (ca. 3900 Verse) , schließlich nicht zum Ende geführt wurde. Nur eine Manuskriptseite ist von dem Stück Hedwig und Sophie oder Verzweiflung und Rache (1812/13) erhalten. Daneben sind noch zwei Stegreifspiele überliefert: Das Räthsel (zwischen 1813 und 1820) sowie die Scenen aus Hülshoff  (1817).

Aktuelle Forschungsperspektiven können Sie folgenden Beiträgen entnehmen:
Annette von Droste-Hülshoff. Handbuch
Hg. von Cornelia Blasberg und Jochen Grywatsch. Berlin, Boston 2018, 810 S. 
Mit über 150 Artikeln von 40 Beiträgerinnen und Beiträgern.

Hinweis zur Textgrundlage

Die Präsentation des Werks der Annette von Droste-Hülshoff berücksichtigt die Ergebnisse der neuesten Forschung, wie sie durch die Arbeit der Historisch-kritischen Droste-Ausgabe (1978-2000) und der Droste-Forschungsstelle zusammengetragen wurden.

Bildnachweis:
Arbeitszimmer Rüschhaus, © LWL-DLBW